Artikel: Was hat Kinderbetreuung mit einem Ferrari zu tun?

Ich möchte Sie zu einem kleinen Gedankenexperiment einladen: Stellen Sie sich vor, Sie haben eben erst einen nigelnagelneuen Ferrari gewonnen und Sie lieben es sehr, ihn zu fahren. Nun sind Sie in der Arbeit, der Ferrari steht vor der Türe und Sie treffen im Aufzug einen Mann, der Ihr Auto gesehen hat, und nun sagt er: „Was für ein wunderschönes Auto! Kann ich mal ein paar Runden damit drehen?“

Ganz ehrlich: Wie ist Ihre Reaktion?

Geben Sie den Schlüssel des wertvollen Gefährts so einfach und schnell aus der Hand?

Ich vermute, das werden Sie wohl kaum tun. Warum ich das vermute? Es liegt auf der Hand: Sie kennen diesen Menschen schließlich nicht. Sie können nicht wissen, wie er mit Ihrem Auto umgehen wird, ob er überhaupt weiß, wie man ein Auto fährt, ob Sie es je wiedersehen, ob er den Führerschein besitzt, was passiert, wenn er wo dagegen fährt … und überhaupt: Wer gibt schon gern etwas Liebgewonnenes an eine fremde Person ab?

Nunfamilybox Seminarräume , wie sieht es denn mit uns noch Wertvollerem aus? Wie stehen wir diesbezüglich zu unseren Kindern? Sie sind doch zweifelsohne wertvoller als jedes Auto der Welt es sein kann. Ein ernsthafter Vergleich ließe uns vermutlich empören. Und doch: Geben wir nicht unsere Kinder, unser Liebstes und Wertvollstes auf der Welt, viel schneller „aus der Hand“ als einen kleinen schwarzen Ferrari-Schlüssel?

Welche Fragen punkto Kinderbetreuung stellen sich uns also? >

Wie und wer ist der Mensch, der mein Kind betreut?

Wie wichtig ist mir die persönliche Entwicklung jener Person, die viel Zeit mit meinem Kind verbringt? Was versteht dieser Mensch tatsächlich unter Begriffen wie (Eigen)Verantwortung und Gleichwürdigkeit?

Und wo können diese wichtigen Punkte abgeklärt werden? Wo finden Personen, die Kinder betreuen, nicht nur irgendeine Ausbildung, in der sie sich Wissen aneignen können, sondern auch eine Anlaufstelle, für die eigene persönliche Entwicklung, um verantwortlich und authentisch arbeiten zu können?

Was brauchen wir also?
Wir brauchen echte Qualität in der Ausbildung von Kinderbetreuungspersonal. Wir streben an, dass – im Sinne unserer Kinder – angehende PädagogInnen nicht „nur“ Fachwissen vermittelt bekommen, sondern auch viel über sich selbst lernen, über ihr eigenen Sein und Handeln reflektieren und so wahrhaft selbstverantwortliche Persönlichkeiten sein oder werden können, sie unseren Kindern tagtäglich echte Begegnungen ermöglichen, die sich ihnen als Leuchttürme in stürmischen Zeiten anbieten und die uns Eltern das Gefühl aus ganzem Herzen geben können: Ja, ich bin KinderbetreuerIn, ich liebe meinen Beruf aus ganzem Herzen, ich weiß was ich tue, ich weiß wer ich bin und ich tue mein Bestes.

So stelle ich abschließend die Frage:

Ist es uns wichtig, dass die Kinderbetreuungsperson eine Ausbildung hat,

oder ist es wichtig, dass sie eine gute Ausbildung hat,

oder ist es gar eine unabdingbare Sache, dass sie eine ganz ausgezeichnete Ausbildung hat?

In diesem Sinne, herzlichst
Ihre Verena Kreutzer

 

Ihre Meinung zum Artikel

John

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